Die etwas andere Pfeife

Liebe Pfeifengenießer,

ein guter Freund feiert seinen runden Geburtstag und dazu hat der passionierte Pfeifenraucher und Jubilar ein außergewöhnliches Anliegen. Er wünscht sich eine nicht alltägliche Pfeife aus Birnenholz, das zwar mittlerweile gut abgelagert ist, aber als Obstbaum vor Jahren noch in seinem eigenen Grundstück stand. Irgendwie fand er einige Reststücke zu schade, um diese im Winter lediglich im Kachelofen zu verheizen.Also lag bei ihm der Gedanke nahe, mit einem restlichen Holzstück dieses Baumes etwas außergewöhnliches zu schaffen.Aus einer Bierlaune heraus bot ich ihm dann an, daraus mal eine schöne Pfeife zu bauen. Es ist ja durchaus möglich, auch aus Olive, Mooreiche oder eben aus Birnenholz schöne Rauchgeräte zu fertigen. Diese finden ja auch durchaus ihre Anhänger, und müssen sich  nicht gegenüber dem klassischen Bruyere verstecken.

Da ich die Rauchgewohnheiten und die favorisierten Pfeifenformen meines Freundes gut kenne, habe ich daraus dann dieses Stück gefertigt. Rustiziert und dunkel gebeizt, ein Messingring als Accessoire und ein Handcut Mundstück aus Acryl mit 9 mm Filterbohrung und mit einer Länge von 15 cm. Dabei erstaunlich leicht und daher ideal zwischen den Zähnen zu tragen.Und ich bin wirklich gespannt, wie dieses Raucherlebnis bei ihm ankommt.

Und ich freue mich ebenso über Eure Kommentare.

Mit vielen Grüßen aus Aschaffenburg

Jürgen

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Über Jürgen Schwarz (11 Artikel)
Hobby: Das Kreieren von Freehands

5 Kommentare zu Die etwas andere Pfeife

  1. Jürgen Schwarz // 29. Juli 2014 um 19:51 // Antworten

    Hallo Marco,
    eine Pfeife aus Olivenholz habe ich noch nicht gefertigt, allerdings kenne ich das Holz aus der Arbeit mit
    Massivparkett und als Restaurator. Das Holz überzeugt durch eine sehr angenehme Verarbeitung, ist formstabil und bei Kunsthandwerkern nicht nur wegen des sehr markanten Aussehens beliebt. Da liegt es nahe, daraus auch ein schönes Rauchgerät zu fertigen. Allerdings ist auch hier auf jeden Fall eine sorgfältige Prüfung der
    Qualität wie bei allen Hölzern im Vorfeld anzuraten. Dann ist der Spaßfaktor bei einer Pfeife wohl garantiert.

    Viele Grüße
    Jürgen

  2. Eine wirklich schicke Pfeife Jürgen. Sowohl die Form als auch die Oberfläche finde ich sehr ansprechend. Ich konnte mich aber bisher nicht dazu durchringen, eine Pfeife aus Birnenholz zu kaufen. Aber eine aus Olive hab ich und bin damit sehr zufrieden. Wie ist denn Olive im Vergleich zu Birne? Kannst Du da was zu sagen?

    Gruß
    Marco

  3. Jürgen Schwarz // 20. Juli 2014 um 19:45 // Antworten

    Hallo zusammen,
    für eure Meinungen bedanke ich mich herzlichst.
    Die richtige Kantel aus dem armdicken Ast des Baumes herauszuarbeiten war schon die halbe Miete. Das Holz war zwar gut abgelagert, aber gleichmäßigen Wuchs und eine harmonische Maserung zu finden waren nicht sehr einfach bei der Vorauswahl. Auch wenn man durch das Rustizieren theoretisch so manchen optischen Nachteil retuschieren kann, war diese Oberflächenbehandlung der Wunsch des Freundes. Ansonsten ist Birnenholz sehr fest und die Brinellhärte entspricht ja ungefähr der von Eiche.Es braucht jedoch eine erfahrene Hand für die Bearbeitung, da der Widerstand der Oberfläche und damit die mechanische Bearbeitung je nach Wuchsrichtung differenziert. Da ist der Unterschied zu Bruyére schon erkennbar.

    Jürgen

  4. Hallo,
    aich ich finde die Pfeife handwerklich sehr gut gelungen. Die Oberfläche gefällt mir gut und der polierte Boden verleiht dem Ganzen Pfiff – etwas, was man nicht jeden Tag sieht.
    Die Form der Pfeife trifft meinen Geschmack allergings irgendwie gar nicht, mir persönlich ist der Kopf im Verhältnis zum Holm viel zu klobig, zu wuchtig ausgefallen. Aber das ist eben Geschmackssache.
    In jedem Fall ein Unikat, das nicht jeder hat.
    Danke fürs Zeigen!

  5. Die Pfeife gefällt mir optisch sehr gut, auch wenn ich von Birnenholz für Pfeifen nicht wirklich überzeugt bin… Weniger durch eigene Erfahrung, sondern durch Berichte, welche die Haltbarkeit doch als eher überschaubar beschreiben. Ich wäre aber auf jeden Fall an Erfahrungsberichten interessiert! Wie war denn die Bearbeitung im Vergleich zu Bruyère?
    Vielen Dank fürs Zeigen!

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